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Die Ni-Vanuatu, die Menschen des Gastgeber-innenlandes Vanuatu, gelten nach dem „Happy Planet Index“ als die mit am glücklichsten der Welt. Glück – wie lässt sich das messen, was ist das überhaupt? Milde Temperaturen, Strand, Palmen, eine reiche friedliche Tierwelt – das fällt vielen wohl beim Stichwort „Inselgruppe im Pazifik“ ein. Das Wohlbefinden der Ni-Vanuatu gründet sich vor allem auf einem genügsamen, dankbaren Lebensstil. Ein Rezept auch für uns? Die Bergpredigt, an deren Ende das Motto des diesjährigen Weltgebetstags „Worauf bauen wir“ steht, bietet solch eine hilfreiche Anleitung zum Verzicht an: Wie wäre es, einmal auf das Bewerten und Verurteilen anderer zu verzichten, auf Vergeltung, auf sein „gutes Recht“, den Vorteil, das Gefühl eigener Überlegenheit? Und es geht nicht nur um das eigene Wohlbefinden, sondern auch um das, was der Gemeinschaft, der Gesellschaft, der Erde guttut – Leben ohne Gewalt, Hass, Gier und Verschwendung.
Denn auch das glückliche Vanuatu ist zunehmend bedroht durch die Folgen des Klimawandels und die Verschmutzung der Ozeane. Korallenriffe sterben ab, Wirbelstürme nehmen an Heftigkeit zu, Dörfer und Häuser sind bedroht. Und patriarchalische Strukturen stützen männliche Macht und häusliche Gewalt. Was Gefährdung bedeuten kann, erfahren wir durch die Coronakrise: Menschen müssen um ihre wirtschaftliche Existenz bangen, andere gelten als „Risikopersonen“. Gemeinschaft, Geselligkeit, Berührung und Umarmung sind nur sehr begrenzt noch möglich, und auch alles, was den Weltgebetstagsgottesdienst ausmacht, muss unterbleiben: Nähe, gemeinsames Singen, Tanz. Umso wichtiger ist es, Zeichen der Solidarität zu setzen, die Gebets- und Hilfskette nicht brechen zu lassen. Vereinzelt und doch verbunden. Im Gebet und in der Stille können wir bei den Frauen in Vanu-atu sein, bei den Frauen und Männern, die heute mit uns beten, bei denen, die in unserem Land, unserer Stadt alleine oder gemeinsam Weltgebetstag feien. Im Gebet vereinen wir uns in unseren Sehnsüchten und Ängsten, tragen sie vor Gott. Wir sind nicht allein.
Wir begehen den Weltgebetstag zusammen mit unseren katholischen Schwestern und Brüder, am 05.03.2021 um 18,30 Uhr in St. Jakobus Karlsdorf.
Eine Anmeldung ist erforderlich, da nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich ist.
Entweder unter: www.kanebue.de oder über die Pfarrbüros.